Sachinformationen zum Informationsplakat "Merkmale guten Mathematik-Unterrichts"

Um die im Lehrplan und in den Bildungsstandards festgeschriebenen inhalts- und prozessbezogenen Kompetenzen aufzubauen, bedarf es notwendiger Weise „guter", d.h. kognitiv herausfordernder Lernaufgaben (vgl. PIKAS Haus 7).
Aber: „Gute Aufgaben" alleine reichen nicht aus. Damit diese ihre Wirksamkeit auch tatsächlich entfalten können, ist eine entsprechend lernförderliche Unterrichtsgestaltung unumgänglich; Aufgaben- und Unterrichtsqualität bedingen sich gegenseitig.
Welche Merkmale muss also ein Unterricht aufweisen, der überzeugende und nachhaltige (kognitive) Lernerfolge bei den Schülerinnen und Schülern aufweisen kann?
Das Plakat „Merkmale guten Mathematik-Unterrichts" stellt eine tabellarische Übersicht von Güte-Kriterien zusammen. Diese sind als mathematikdidaktische Ausschärfung der Kriterien des Beobachtungsbogens aus der Qualitätsanalyse entstanden (vgl. Qualitätsanalyse NRW). Zudem erfolgte ein Abgleich mit den aus der Fach-Literatur bekannten Kriterienbögen (Helmke 2007, Meyer 2004) und Leitideen (Selter 2011).
In diesem Plakat erfolgt eine Konzentration auf das fachliche Lernen. Die – natürlich trotzdem wesentlich wichtigen – überfachlichen Kompetenzen Selbstkompetenz, Kommunikationskompetenz sowie Kooperationskompetenz der Lehrperson stehen nicht im Fokus desselben.

Einsatz-Möglichkeiten

Das Merkmals-Plakat und der passende Planungs- und Beobachtungsbogen können – ggf. auch in Ausschnitten – einerseits von der einzelnen Lehrperson zur Unterstützung bei der Planung von Unterricht (Selbst-Vergewisserung über Planungsentscheidungen) und nach der Durchführung von Unterricht zur Selbstevaluation verwendet werden.
Andererseits können diese auch zur Unterrichtsentwicklung im Kollegium dienen. So kann die Auseinandersetzung mit dem Plakat zur Orientierung und zur Initiation einer Diskussion über Qualitätsaspekte des Mathematikunterrichts führen – und insofern zur fachlichen Professionalisierung im Kollegium beitragen. Dabei ist es auch möglich, dass dieses Plakat als Anregung zur Erstellung eines kollegiumsinternen Leitbildes guten (Mathematik-)Unterrichts genutzt wird.
Zudem kann das Plakat bei der Arbeit in Lehrer-Teams (Professionelle Lerngemeinschaften) unterstützend eingesetzt werden. Es können z.B. gezielt Merkmale und Indikatoren bei der gemeinsamen Planung und ggf. Beobachtung von Unterricht im Rahmen kollegialer Hospitationen berücksichtigt werden.

Das Plakat sollte aber nicht als umfassender, normativer Horizont für die Unterrichtsbeobachtung genutzt werden.

Plakat - Merkmale guten Mathematik-Unterrichts

Forschendes Lernen im Mathematikunterricht

Forschendes Lernen ist eine natürliche Lernweise auch bereits – oder gerade auch! – bei kleinen Kindern. „Kinder beobachten und vergleichen andauernd Dinge. Aus ihren Beobachtungen, Vergleichen und Zuordnungen entwickeln sie Muster des Verstehens." (Ollenshaw u.a., S.9). Beim forschenden Lernen in der Schule geht es darum, die eher zufallsbedingten Erkundungen in ein systematisch-probierendes Untersuchen zu überführen.

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„Ich mark Mate" – Leitideen und Beispiele für interesseförderlichen Unterricht

Anknüpfend an den Grundgedanken einer engen Verbindung zwischen Kind und Sache befasst sich die Modulbeschreibung damit, wie man Interessen von Kindern aufgreifen, wecken, erhalten und aufbauen kann. Dazu wird zunächst in den Kapiteln 2 und 3 eine kurze Einordnung und Begriffsklärung vorgenommen. Daran anknüpfend formuliert das vierte Kapitel sechs Merkmale interesseförderlichen Mathematikunterrichts, die dann in Kapitel 5 durch viele Beispiele aus dem Mathematikunterricht in der Grundschule illustriert werden. Dieses Papier ist das Basispapier des Moduls 7 des Projekts Sinus-Transfer-Grundschule zum Thema „Interessen aufgreifen und weiterentwickeln".

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Drei Leitideen des Mathematikunterrichts

Nicht erst seit PISA wird eine grundlegende Reform des Mathematikunterrichts gefordert. Herausfordernde Lernanlässe und gut ausgewähltes Material sind hierzu notwendige Voraussetzungen. Eine weitere Basis für eine andere Art des Lehrens und Lernens von Mathematik bilden aber auch sich wandelnde Einstellungen der Lehrerinnen und Lehrer. Darunter verstehen wir einen umfassenderen Blick auf die Kinder (mehr Kompetenzorientierung), auf das Fach (mehr Prozessorientierung) und auf den Unterricht (mehr Subjektorientierung). Diese drei Aspekte wollen wir in diesem Papier anhand von Beispielen illustrieren.

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Quattro Stationi – Nachdenkliches zum Lernen an Stationen aus mathematikdidaktischer Perspektive

Beim Lernen an Stationen besteht zweifelsohne die Gefahr, dass – entgegen bester Absichten – (1) echte Offenheit gegenüber dem Denken der Schüler nicht praktiziert wird und (2) darüber hinaus die kritische Reflexion über die behandelten Inhalte und die ausgewählten Aktivitäten in den Hintergrund tritt. Die Methode darf aber nicht wichtiger werden als der Inhalt. Das vorliegende Papier führt diese Grundgedanken anhand von Beispielen aus und präsentiert einen Alternativentwurf.

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Mathematiklernen im Gespräch - Kooperationsformen zwischen Schülerinnen und Schülern

Auch im Mathematikunterricht ist es eine zentrale Aufgabe der Lehrperson, Lernende durch die inhaltliche Auswahl „guter Aufgaben" sowie durch die methodische Auswahl einer geeigneten Kooperationsform zu mathematischen Gesprächen anzuregen. Aber was und wodurch lernen wir eigentlich in Gesprächen? Wie lassen sich inhaltlich und methodisch anregende Gesprächsanlässe im Mathematikunterricht schaffen?
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Auf eine große Pause mit Dr. Daniel Walter

PIKAS befragt Daniel Walter, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund, zu dem Thema "Mathematikunterricht digital"!

Das Interview Mathedigital finden Sie hier:

Mathedigital

Auf eine große Pause mit Dr. Daniela Götze

PIKAS befragt Dr. Daniela Götze, Grundschullehrerin und akademische Oberrätin an der TU Dortmund, zu dem Thema "Mathekonferenzen"!

Das Interview Mathe-Konferenzen – Mathematiklernen im Gespräch?! finden Sie hier:Mathe-Konferenzen – Mathematiklernen im Gespräch?!

Hier finden Sie weitere Materialien und Anregungen zu Mathekonferenzen.

Auf eine große Pause mit Christoph Höfer

PIKAS befragt Christoph Höfer, Koordinator für regionale Bildungsnetzwerke der Bezirksregierung Detmold, zu dem Thema „Gelingensbedingungen von Professionellen Lerngemeinschaften".

Das Interview Gelingensbedingungen von Professionellen Lerngemeinschaften finden Sie hier:

Gelingensbedingungen von Professionellen Lerngemeinschaften

Auf eine große Pause mit Christa Greven

PIKAS befragt Christa Greven, Schulleiterin, zu den Herausforderungen heutiger Schulleitungen!

Das Interview Herausforderungen heutiger Schulleitungen finden Sie hier:

Herausforderungen heutiger Schulleitungen

Auf eine große Pause mit Dorothee Sandkühler-Daniel

PIKAS befragt Dorothee Sandkühler-Daniel, Schulleiterin der Busenberg Grundschule in Dortmund und Mitglied des PIKAS Teams, zu dem Thema „Kollegiale Hospitationen".

Das Interview Kollegiale Hospitation finden Sie hier:

Kollegiale Hospitation


Piko interviewt