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„Kindersprechstunde"

Damit Erwachsene und Kinder in einen Dialog über das Lernen eintreten können, sind informelle Gespräche sicherlich ein wichtiges Medium. Da diese aber häufig eher beiläufig und nicht immer mit der notwendigen Strukturiertheit und Transparenz für das Kind ablaufen, bietet es sich an, in regelmäßigen Abständen „Kindersprechtage" oder „Kindersprechstunden" durchzuführen.

Hier tauscht sich die Lehrerin mit einzelnen Schülerinnen bzw. Schülern in „ritualisierter" Form über deren Leistungen aus (fester Zeitplan, Vorabklärung der zu besprechenden Punkte, gemeinsame Vereinbarungen).

„Kindersprechstunden" und „Kindersprechtage" sind wirksame Instrumente nicht nur dazu, um den Kindern eine Rückmeldung zu ihren Lernentwicklungen zu geben, sondern auch dazu, sie zur Reflexion über vergangenes und zukünftiges Lernen anzuregen, da...

  • durch die direkte Rückkopplung im Gespräch die besprochenen Punkte für das Kind häufig vergleichsweise leicht verständlich sind,
  • es möglich ist, im Dialog Absprachen für die weitere Arbeit zu entwickeln und zu treffen,
  • „Kindersprechstunden" und „Kindersprechtage" persönlicher sind als die lediglich ausgeteilten schriftlichen Dokumente und
  • sie schriftliche Berichte erläutern und ergänzen; sie können zudem schriftliche Dokumente auch zumindest teilweise ersetzen, denn ihre Vorbereitung und Durchführung sind nicht so aufwändig wie das Schreiben eines Textes.

Wenn „Kindersprechtage" einmal pro Halbjahr, in der Regel gegen Ende stattfinden, können sie nicht nur „herkömmliche" Elternsprechtage vorbereiten, sondern auch im Zusammenhang mit Gesprächen zwischen Kind, Eltern und Lehrkraft gesehen werden. Am Kinder-Sprechtag nehmen alle Kinder teil.

Eine Variante stellt die „Kindersprechstunde" dar, die bei Bedarf mehrmals pro Halbjahr stattfinden kann, wenn es der Lehrkraft oder den Kindern als notwendig erscheint. Hier nehmen die Kinder in der Regel freiwillig teil, manche von ihnen aber auch auf expliziten Wunsch der Lehrperson, die mit dem betreffenden Kind etwas besprechen will. Alle Schülerinnen und Schüler arbeiten während der „Kindersprechstunde" oder während des „Kindersprechtages" an ihren Arbeitsplänen. Die Kinder mit Gesprächsbedarf tragen sich vorab in einer Liste an der Tafel ein und kommen dann für ein kurzes Gespräch zur Lehrperson, wenn sie gemäß der Liste an der Reihe sind. Die Dauer eines Gesprächs zwischen Lehrkraft und Kind beträgt zwischen drei und zehn Minuten.

Weitere Informationen und insbesondere Einblicke in die konkrete Umsetzung erhalten Sie in dem Video „Kindersprechstunde". Zum Anschauen des Videos ist ein Passwort erforderlich, das den Schulen in NRW Ende des Jahres 2010 mitgeteilt wurde.