Eine Initiative von
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Inklusive Bildung im Mathematikunterricht

Auftaktveranstaltung am 12.11.14 im Saarland

An dem bundesweit renommierten SINUS-Programmn haben dreißig saarländische Schulen entweder mit Schwerpunkt Mathematik oder Naturwissenschaften teilgenommen. Diese Teilnahme führte zur Steigerung der Unterrichtsqualität besonders in diesen Fächern.  Als wesentliche Gelingensbedingungen erwies sich die langfristige Begleitung der Lehrkräfte durch Fachwissenschaftler und Didaktiker. Dabei standen die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowie die kollegiale Zusammenarbeit im Mittelpunkt. Die gemeinsam erarbeiteten Unterrichtskonzepte berücksichtigen in besonderer Weise die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und sind daher für einen schülerzentrierten und inklusiven Unterricht geeignet.

Im Kooperations-Projekt sollen die Lehrkräfte der Projektschulen befähigt werden, ihre Diagnosekompetenzen zu verbessern und ihren Unterricht zu individualisieren. Die vom Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) und dessen Projekt PIKAS ausgearbeiteten Lernumgebungen können diese Prozesse fördern, die Fortbildungs- und Informationsmaterialien das Weiterlernen der Lehrkräfte im Beruf anregen und das Schulentwicklungsmaterial des Teilprojekts AS die Kooperation innerhalb von Kollegien unterstützen.

Im Zentrum der Kooperation steht, dass die Lehrkräfte aus den zunächst 23 Projektschulen in regelmäßigen Treffen gemeinsam mit Fachdidaktikern ihr fachliches und methodisches Können in kollegialer Zusammenarbeit weiter entwickeln. Die gemeinsam erarbeiteten Unterrichtskonzepte und Aufgaben sind für einen schülerzentrierten und inklusiven Unterricht geeignet. Eine Ausweitung des Projekts auf insgesamt 30 Schulen ist geplant. Die Projektergebnisse werden allen Grundschulen des Saarlands zur Verfügung gestellt.

Die beteiligten Schulen verpflichten sich dazu, mindestens zwei Schuljahre am Projekt teilzunehmen. Voraussetzung sind (1) der Beschluss des Kollegiums zur aktiven Teilnahme, (2) die Einrichtung einer SINUS-PIKAS-Gruppe an der Schule (mindestens drei Lehrkräfte), (3) die Teilnahme der SINUS-PIKAS-Schule an schulübergreifenden Arbeitstreffen (SET-Treffen) und den jährlichen Landestagungen sowie (4) die Dokumentation der SINUS-PIKAS-Arbeit.
Die Schulen erhalten (1) fachdidaktische Unterstützung durch die Konzeptionen und Materialien des Projekts PIKAS, (2) Fortbildungsveranstaltungen u. a. durch das Projekt PIKAS, (3) Unterstützung bei schulinternen Fortbildungen und Pädagogischen Tagen. Außerdem wird (4) der kollegiale Austausch mit weiteren SINUS-PIKAS-Schulen möglich ebenso wie (5) die kooperative Arbeit im Kollegium an der fachbezogenen Unterrichtsentwicklung erleichtert wird.
Auch im Schuljahr 16/17 findet eine Reihe von gemeinsamen Veranstaltungen zu den Themen Leistungsfeststellung und Sprachbildung statt.

Die Maßnahme ist eine Kooperation von PIKAS mit dem Landesinstitut für Pädagogik und Medien als Behörde des Ministeriums für Bildung und Kultur Saarland und Sinus Saarland.