Eine qualitätsvolle Lehrerausbildung in der Ersten und der Zweiten Phase, gleichermaßen adressatenorientierte wie wissenschaftsbasierte Literatur für Lehrpersonen sowie die Entwicklung und Erforschung qualitätsvoller Unterrichtskonzepte, Materialen oder Lernumgebungen kann man für die Umsetzung von Bildungsstandards und Lehrplänen nicht hoch genug einschätzen. In der Praxis spielt aber auch die „dritte Phase der Lehrerbildung“ eine immer wichtigere Rolle: Für die breitenwirksame und nachhaltige Entwicklung des Mathematikunterrichts bedarf es zusätzlich der Intensivierung und Systematisierung der Lehrerfortbildung, verknüpft mit Maßnahmen zur Förderung der fachbezogenen Schulentwicklung und dem Aufbau professioneller Netzwerke auf unterschiedlichen Ebenen. Im vorliegenden Beitrag berichten wir über diesbezügliche Erfahrungen aus dem von der Deutsche Telekom Stiftung und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW geförderten Projekt PIKAS, in dem versucht wird, Erkenntnisse aus Innovations- und Schulentwicklungsforschung im mathematikdidaktischen Kontext so weiterzuentwickeln, dass Bildungsstandards und Lehrpläne die Unterrichtspraxis noch besser erreichen können.

Gute Mathematikunterricht

Bonsen & Selter: Konzeptionelles und Beispiele aus der Arbeit des Projekts PIKAS (Stand 2017)

Die Konzeption des Projekts PIKAS wird anhand theoretischer Hintergründe und konkreter Beispiele dargestellt im Buch
Selter, Ch. (2017). Guter Mathematikunterricht. Mathe ist Trumpf. Berlin: Cornelsen.

PIKAS-Projektbeschreibung

1 Konzept

1.1 Projektansatz

PIKAS ist ein Kooperationsprojekt der Universitäten Dortmund und Münster, des Schulministeriums NRW sowie der Deutsche Telekom Stiftung und gilt als ein Beispiel für erfolgreiches Public-Private-Partnership. Den Fokus bildet dabei die Umsetzung des in den KMK-Bildungsstandards und in den Lehrplänen zum Ausdruck kommenden Zusammenspiels von Prozessbezogenen (auch ‚allgemeine mathematische Kompetenzen' genannt) und Inhaltsbezogenen Kompetenzen durch die Anregung von fachbezogener Schulentwicklung (kurz PIKAS).
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PIKAS-Projektbeschreibung

 

1 Conception

1.1 Project approach

PIKAS is a cooperation project between the universities of Dortmund and Münster, the Ministry of Education of NRW (North Rhine-Westphalia) and the "Deutsche Telekom Stiftung" (Deutsche Telekom Foundation). It is regarded as a successive example for public-private-partnership. The project focuses on realising the standards of school mathematics named by the Kultusministerkonferenz (Conference of Cultural Ministers) and on the interplay named in the curricula between process-related competencies (also named 'general mathematical competencies') and content-related competencies (Inhaltsbezogene Kompetenzen) based on the encouragement (Anregung) of subject related School development (abbr.: PIKAS).
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Short project description